KURSE & FORTBILDUNGEN FÜR ERWACHSENE

COMOUTWORDS (COMMUNICATION WITHOUT WORDS) – GEBÄRDENSPRACHE IN DER PRAXIS

Eine Gebärdensprache ist eine eigenständige, visuell wahrnehmbare natürliche Sprache, die insbesondere von gehörlosen und schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt wird. Bei Menschen mit Taubblindheit werden Gebärdensprache bzw. Gebärden im Handkontakt über die haptischen Sinneswahrnehmungen erkannt. Die Sprache zählt zur Gruppe der Minderheitensprachen. Die Gebärdensprachen sind vollwertige Sprachen, wie beispielsweise Deutsch, Englisch oder Russisch. Sie erfüllen alle Kriterien – nur werden ihre Elemente eben mit den Händen, der Mimik und dem Körper ausgedrückt und nicht mit dem Mund, dem Kehlkopf und dem Nasenrachenraum.

Im Jahr 2001 bekamen hörbehinderte Menschen mit § 17 Abs. 2 SGB I und § 19 Abs. 1 Satz 2 SGB X erstmals das Recht, im Sozialbereich Gebärdensprache zu verwenden.

 

COMMUNICATION WITHOUT WORDS

KOMMUNIZIEREN OHNE ZU SPRECHEN – HANDLUNGEN, GEFÜHLE UND GEDANKEN MIT DEM KÖRPER AUSDRÜCKEN. MIMIK UND GESTIK EINE ANDERE BEDEUTUNG GEBEN.

Das ist das Ziel der Fortbildung

Gebärdensprache im Sozialbereich – Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Bedarf im sozialen Bereich und im Gesundheitswesen

Hier ist die Gebärdensprachkompetenz als Zusatzqualifikation besonders gefragt: Sonderpädagogik, Sozialarbeit, Seniorenpflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Kindergarten, Logopädie, Elternberatung, Familienhilfe, Medizin, Fahrschulen etc.

Bedarf durch das Ziel der Inklusion.

Auch die von vielen Landesregierungen geplante inklusive Beschulung von behinderten Kindern in der Regelschule wird einer größeren Anzahl von Fachkräften mit Gebärdensprachkenntnissen gute Arbeitsmarktchancen bieten. Von kleinen Praxen bis große Krankenhäuser – in der heutigen Gesellschaft ist eine integrative und inklusive Vielfalt nicht mehr wegzudenken. Wer in der Zukunft mithalten möchte, stellt sich auf die zunehmend vielfältig werdende Gesellschaft ein.

INHALTE UND ZIELE DER FORTBILDUNG

  • Grundlagen der Kommunikation
  • Grundkenntnisse der Gebärdensprache (Theorie, Praxis, Geschichte)
  • Fingeralphabet (auch Daktylogie)
  • Visuelles Denken / Geschichten erzählen
  • Kommunizieren mit gehörlosen Tänzern
  • wichtige Qualifikationen, wie Kommunikationsfähigkeit (Deutsch und Gebärdensprache) erwerben
  • sich mit grundlegenden Kenntnissen in Soziologie, Kultur und Geschichte der Gebärdensprachgemeinschaft und der Gebärdensprache vertraut machen
  • Reflexionsfähigkeit fördern
  • sich bessere Chancen für den Einstieg in die Arbeitswelt erarbeiten (Vorteile herauskristallisieren)